Veröffentlicht: 26.03.2025. Rubrik: Satirisches
Nasales
Die Zahnpflegerin die sich, bei entsprechender Terminlage natürlich, hingebungsvoll um mein Gebiss und sonstigen was so im Mundinnenraum herumschwirrt müht, hat irgendwas an sich. Mit Herumschwirren meine ich jetzt nicht irgendwelche Kleinstkreaturen, die an eben dieser Örtlichkeit aus eigener Kraft irgendwelche Flugversuche unternehmen, nö, da ist eher das pure Vorhandensein unterschiedlichster, körpereigener Einzelteile gemeint, denn sonst wäre schon mehr als Gefahr im Verzug, von mangelnder Mundhygiene und anderen Abartigkeiten mal ganz zu schweigen.
Was ich eigentlich ausdrücken wollte, die Dame, die sich um die regelmäßige Reinhaltung innerhalb offen zugänglicher Teile meines Mundes kümmert, verströmt einen Duft, der mir die Nasenhaare versteift. Naturgemäß sehe ja sonst nicht viel von ihr wenn sie an mir herumwirtschaftet, da ich während dieser Prozedur keine Brille trage und zudem sehr stark kurzsichtig bin. Da ich keine Haare auf dem Kopf mehr habe (Naturglatze) bleiben mir nur noch die in der Nase. Würde die zahntechnische Fachkraft auch noch singen wären vermutlich auch die Ohrenhaare betroffen, von denen ich ebenfalls reichlich besitze.
Die in meiner Nase jedenfalls, suggerieren mir dass diese „Zahnfee“ nicht nur ihrem Tagwerk nachgeht sondern auch sonst wie, irgendwie gut beisammen ist. Leider sind die deutlichsten Eindrücke die ich von ihr bekommen wenn sie sich um meine Dentalflora kümmert, die verschwommene Ansicht ihrer Nasenlöcher, die sehr unbehaart sind. Ich weiß es genau da ich da immer reingucken muss.
(O.R.F.)

