Kurzgeschichten-Stories
Autor
Schreib, wie du willst!
Startseite - Registrieren - Login - Kontakt - Impressum
Menu anzeigenMenu anzeigen
1xhab ich gern gelesen
geschrieben 2025 von Lucas (LH25).
Veröffentlicht: 10.03.2025. Rubrik: Spannung


Montagmorgen. 6:27 Uhr.

Es war an einem Montagmorgen um 6:27 Uhr als Ich aus dem Bett stieg, mir die Zähne putzte, meinen Kleiderschrank öffnete und mir Adam Millers toter Körper in die Arme fiel. Mein Herz schlug mit einer Geschwindigkeit, von der Ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass es dazu fähig war, mein Körper brach in Schweiß aus und für einen kurzen Moment war es als würde die Zeit stehen bleiben. Reflexartig versuchten meine Arme den leblosen Körper von mir wegzudrücken als dieser mich durch sein Gewicht auf den Boden zwang. Vor lauter Aufregung stieß mein Körper einen Schrei aus. Dieser Ausruf nach Hilfe kam völlig instinktiv und unkontrolliert aus mir heraus als mich die kalten Arme dieses toten Menschen umschlungen. Als Ich die Leiche endlich von mir weggerollt bekam konnte Ich Adams Gesicht erkennen. Mir wurde Übel beim ekelerregenden Anblick seiner toten Augen und seiner blassen Haut. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Einige kamen genau so schnell wie andere gingen, manche sind geblieben und manche machten sich breit und nahmen so viel Platz ein, dass kaum noch Raum für andere da war.Wie konnte jemand einem Menschen so etwas antun? Und vor allem, wieso Adam? Adam war in der Schule sehr beliebt. Als Schülersprecher bewunderten ihn viele meiner Mitschüler und schlugen bei den meisten Auseinandersetzungen seine Seite ein. Janine, seine Freundin, war im Gegensatz zu ihm jedoch nur als handlungsfähige Persönlichkeit anerkannt worden, wenn die beiden zusammen gesehen wurden. Meist machte sie den Eindruck als ob sie das nicht besonders störte, da sie nie viel zu sagen hatte und sie immerhin in Adam verliebt war. Deshalb kam sie als Täterin auf keinen Fall in Frage. Also wer ist es gewesen? Wer hatte Adam Miller umgebracht und in meinen Kleiderschrank gelegt?

Es war an einem Montagmorgen um 6:27 Uhr als Ich aus dem Bett stieg, mir die Zähne putzte, meinen Kleiderschrank öffnete und mir Adam Millers toter Körper in die Arme fiel. Nach einem kurzen Schock schaffte Ich es schnell mich wieder zu beruhigen und machte mir Gedanken wer für diese Tat verantwortlich sein könnte. Da Adam in der Schule, als Schülersprecher, immer sehr beliebt war, war es schwer jemanden zu verdächtigen, da niemand ein klares Motiv gehabt hätte. An sich schienen alle eigentlich immer vollkommen begeistert von ihm zu sein, außer Janine welche gemischte Eindrücke gab. Sie schien ihn wirklich zu mögen, doch sie kam nie damit klar immer in seinem Schatten zu stehen, da sie ohne ihn praktisch nichts Wert war. Nutzlos. Ersetzbar. Ungeliebt.

Es war an einem Montagmorgen um 6:27 Uhr als Ich aus dem Bett stieg, mir die Zähne putzte, meinen Kleiderschrank öffnete und mir Adam Millers toter Körper in die Arme fiel. Das war ungewöhnlich für einen Morgen an dem Ich routinemäßig normal zu Schule gehen wollte, jedoch auch nichts von dem Ich mich ablenken ließ. Die Täterin war vermutlich seine eigene Freundin, Janine, welche nie begreifen konnte, dass das Rampenlicht nicht für sie, sondern für Adam geschaffen war. Wie dem auch sei, wollte ich keinen langen Gedanken daran verschwenden und schob ihn zurück in den Schrank um meinen Fund im Laufe des Tages bei der Polizei zu melden. Der Gedanke einen langen Bericht über diesen Morgen zu verfassen schien mir zwar sehr lästig, andererseits hätte man aber sonst noch auf die Idee kommen können, dass ich es gewesen sei.

Es war an einem Montagmorgen um 6:27 Uhr als Ich aus dem Bett stieg, mir die Zähne putzte, meinen Kleiderschrank öffnete und mir Adam Millers toter Körper in die Arme fiel. Die Genugtuung die Ich dabei verspürte war unbeschreiblich. Verdient hatte er es. Das Jahrelange Mobbing. Die Erniedrigungen. Die Verletzungen. Doch nie hat es irgendjemand hinterfragt. Warum auch? Es war Adam. Unser Adam. Unser Schülersprecher. Sie unterstützen ihn. Sie haben sich alle mitgemacht. Alle außer sie. Janine. Seine Freundin. Ihr hat der Anblick wohl nicht so gefallen, doch warum sollte man auf sie hören? Ihre Meinung war nur wichtig wenn Adam diese bestätigte. Vermutlich war sie es sogar die ihn getötet hatte und für mich als Überraschung in meinen Schrank legte. Vermutlich sollte es eine Art Entschuldigung oder gar einen Protest gegen die patriachalen Machtverhältnisse Adams und seines Mannseins darstellen. Aber ganz egal wer es war und warum. Er hatte es verdient.

Es war an einem Montagmorgen um 6:27 Uhr als Ich aus dem Bett stieg, mir die Zähne putzte, meinen Kleiderschrank öffnete und mir Adam Millers toter Körper in die Arme fiel. Ekstatisch blickte ich in das widerliche Gesicht, des grauenhaften Mannes, den ich am Abend zuvor ermordet hatte.

counter1xhab ich gern gelesen

Kommentare zu dieser Kurzgeschichte

Einen Kommentar schreiben

Weitere Kurzgeschichten:

Die Frau, die niemals lächelte
Schubumkehr
Immerzu!