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2xhab ich gern gelesen
geschrieben von ORF.
Veröffentlicht: 01.02.2025. Rubrik: Satirisches


Immer wieder Freitag

Gestern war wieder dieser Tag an dem ich, immer noch mit Freude am Tun, meinen Dienst am Kunden ehrenhalber verrichte, bei Oxfam, einer Hilfsorganisation. Zuerst brachte mich mein Skoda etwa 18 km weit, wobei ich hier nicht verhehlen kann oder will, dass dafür natürlich gewisse Voraussetzungen erforderlich sind. Man sollte im Besitz einer, redlich erworbenen (also mit Schulung und so) Fahrerlaubnis sein, alle geistige Kräfte dabei haben, nicht betrunken sein und, das ist der Hauptpunkt, über ein fahrtüchtiges, vom TÜV zugelassenes Fahrzeug verfügen. All die Voraussetzungen erfüllte ich und steuerte meinen Fabia bravourös gen Erfurt. Dann fuhr ich noch etwa eine halbe Stunde mit der Bahn, um die Stadt vom Autoverkehr zu entlasten von einem Pendlerparkplatz an der Peripherie bis fast genau vor die Arbeitsstelle. War an sich alles normal, Aber, die eine Hand kam mir so leer, nutzlos irgendwie, vor. Ich hatte einen Beutel mit einer Kinderbuchspende in der Tram stehen lassen und hoffte rund fünf Stunden lang dass Murphy* nicht immer recht behält. Unter anderem besagt Murphys Gesetz sinngemäß, dass ein Beutel mit Büchern, der einmal abhanden gekommen ist, auch verschwunden bleibt. Nach meinem beispiellosen Einsatz im Geschäft, fuhr ich mit der Straßenbahn zurück zum Ausgangspunkt. Ich sprach den Fahrer auf meinen Verlust an und wollte wissen wohin ich mich wenden könnte (Fundbüro der EVAG), falls wider Erwarten der Beutel doch abgegeben wurde. Nach ein paar Minuten des Funkverkehr vom Fahrer des Zugs mit einer Zentrale im Südosten der Stadt (am anderen Ende), einer reichlichen Stunde Beine in den Bauch stehen, mit modischen Halbschuhen bei zunehmender Kälte (ich habe mir fast den Arsch abgefroren), war ich dann wieder im Besitz meines Bücherbeutels welchen mir eine, zugegeben recht gut aussehende, Straßenbahnfahrerin mit brachte und übergab. Leider war keine Zeit Telefonnummern oder Adresse zu tauschen, auch alte Böcke, geben eben selten auf.
Fazit: Murphys Gesetz trifft eben nicht immer zu und es muss gute und ehrliche Menschen geben, die das Fundstück beim Fahrer abgaben.

SatirepatzerSatirepatzer*Murphy war der Typ der die Gesetzmäßigkeit postulierte, dass ein belegtes Brot (Bemme, Rinde, Schnitte) IMMER mit der belegten Seite nach unten fällt. Diesmal hat er Unrecht gehabt, der Herr Murphy, und ich bin nicht direkt unfroh darüber, dass eben nicht jedes Mal die übelste Variante, von allen erdenkbaren Möglichkeiten. eintritt.
(ORF)

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